Mit LED in eine effizientere Zukunft
Immer mehr e5-Gemeinden haben bereits auf LED-Technologie umgerüstet oder es noch vor. Der Umstieg auf energiesparende LED lohnt sich, wie Beispiele aus Göfis, Koblach oder Mäder zeigen.
Wenn Gemeinden ihre Gebäude auf LED-Beleuchtung umstellen, mag das zwar keine spektakuläre Klimaschutzmaßnahme sein, aber eine besonders wirksame. Stromverbrauch, Kosten und Wartungsaufwand sinken dabei spürbar. Gleichzeitig verbessert sich die Lichtqualität. Kommunale Gebäude mit hohem Einsparungspotenzial sind beispielsweise Gemeindeämter, Schulen, Kindergärten oder Sporthallen.
Effizientes Licht in Göfis
In der e5-Gemeinde Göfis steht bereits seit 2025 die LED-Umstellung ganz oben auf der Agenda. Konkrete Projekte dazu sind beispielsweise die Modernisierung der Straßenbeleuchtung, die LED-Umstellung in der Volksschule Kirchdorf sowie eine neue Beleuchtung der Sporthalle. Markus Fritsch, Energiebeauftragter der Gemeinde Göfis, hat die Daten zur LED-Umstellung an der Volksschule Kirchdorf für das e5-Netzwerk aufbereitet. Dies zeigt, wie moderne Beleuchtung nicht nur Energie spart, sondern sich auch positiv auf die Gemeindekasse auswirkt.
Unkomplizierte LED-Umrüstung
„Mit der Bestandsaufnahme hatte ich praktisch keine Arbeit“, so der Energiebeauftragte. „Schon vor der Modernisierung waren Zumtobel-Leuchten im Bestand installiert. Die Firma hat alle Leuchten eigenständig aufgenommen und das Angebot für die Umrüstung an eine Elektrofirma übermittelt.“ Die Zahl der Leuchten konnte von ursprünglich 477 Leuchtstofflampen auf 387 LED-Leuchten reduziert werden. Die Komponenten des neuen LED-Systems konnten in die bestehenden Rahmen eingesetzt werden. So war die Installation völlig unkompliziert, da die LED-Module einfach nur mit zwei Schrauben in den alten Fassungen befestigt werden mussten.
Die Gesamtkosten der neuen Beleuchtungsanlage beliefen sich, inklusive Montage und der alten Leuchten, auf 135.000 Euro. Die Gemeinde konnte zudem noch von einem umfassenden Förderpaket profitieren. Fördergeber war das Land Vorarlberg, 10 Prozent der Investitionskosten wurden durch die Strukturförderung des Landes, weitere 40 Prozent durch Bedarfszuweisungen finanziert, so dass insgesamt 50 Prozent der Investitionskosten durch Förderungen abgedeckt wurden. Mit der Förderung amortisiert sich die Investition in circa acht Jahren, und die Gemeinde darf über eine jährliche Stromkosteneinsparung von rund 9.000 Euro freuen.
Energieeinsparung und besseres Arbeitslicht in Koblach
Auch die Gemeinde Koblach hat bereits auf LED-Technologie umgerüstet und bereits im vergangenen Sommer in der Mittelschule neue 300 Lampen installiert. Jetzt steht die LED-Umrüstung im Gemeindeamt kurz vor Abschluss. Seit Anfang Jänner wurden hier sukzessive 600 alte herkömmliche Leuchtstoffröhren gegen moderne energieeffiziente Leuchtmittel getauscht. Dadurch kann laut Berechnungen des Elektrikers für die Gemeinde der Stromverbrauch von rund 40 auf circa 18 Watt je Leuchte reduziert werden. Durch die Umstellung auf LED-Beleuchtung spart Koblach künftig allein im Amtsgebäude rund 16.000 kWh und bis zu rund 3.000 Euro Stromkosten pro Jahr ein. Vorteil: die Unterbausätze der alten Zumtobel-Lampen konnten für die neuen LED-Leuchmittel weiterverwendet werden. Leider passten die Halterungen nicht mehr und mussten gegen neue ersetzt werden. Für die Beleuchtungsumstellung wurden 211.000 Euro investiert. Auch Koblach konnte dafür die Landes-Förderung in Anspruch nehmen. Energiebeauftragter Anton Groß: „Neben der Energieeinsparung freuen wir uns in der Gemeinde über ein angenehmes Arbeitslicht mit einer deutlich besseren Ausleuchtung. Zusätzlich fällt künftig keine Arbeitszeit mehr für einen Röhrentausch an. Der einzige Wehrmutstropfen: Das Dimmen des LED-Lichts ist technisch im Nachhinein leider nicht möglich.
ÖKO Mittelschule Mäder wird Plusenergiepassivhaus
In Mäder wurde beispielsweise die ÖKO Mittelschule von Sommer 2024 bis Frühjahr 2025 auf LED-Technologie umgerüstet. Energiebeauftragter Andreas Müller hat ein Einsparpotential in Höhe von rund 18.500 kWh errechnet. Darüber hinaus wurde im Mai 2025 die PV-Anlage von 20 auf 120 kWp erweitert und die Elektrotechnik gleich so vorbereitet, das auch auf einem weiteren Dach der Schule – nach erfolgter Dachsanierung – nochmals 80 bis 100 kWp errichtet werden können. „Das 28 Jahre alte Gebäude wird sich so dann von einem Passivhaus zum Plusenergiepassivhaus entwickeln. Mit dieser Erweiterung ist dann auch bilanziell der gesamte Stromverbrauch aller Gebäude und Anlagen der Gemeinde abgedeckt und das Projekt +Sonnenenergiegemeinde 2030 abgeschlossen“, freut sich Müller.